Spiel und Bildung

 

Frühförderprogramme über- oder unterfordern Kinder oftmals. Mit einem Kind zu spielen ist dagegen die beste Förderung überhaupt.

Wenn Kinder beim Spielen in Rollen schlüpfen oder Gegenstände gedanklich verwandeln, dann fördern sie ganz automatisch ihr abstraktes Denkvermögen. Das ist die wichtigste Voraussetzung, um beispielsweise mathematische Strukturen zu verstehen. Sie suchen intuitiv im Spiel nach Erfahrungen, die ihre Hirnentwicklung wirklich voranbringt. Begeisterung ist Dünger fürs Hirn. Wir lernen nur das, was uns berührt und bewegt. Dies entscheidet nicht die Umwelt und Erziehende, sondern unsere Sehnsüchte und Wünsche. Wenn wir uns an Gelerntes erinnern, erinnern wir uns auch an die Emotion beim Lernen. Waren es positive Emotionen, erinnern wir uns gern und häufiger. Bei negativen Emotionen vermeiden wir die Erinnerung.

Spielen ist also keine verschwendete Zeit. Die wichtigste Voraussetzung für Lernerfolge ist Freude beim Lernen. Lernen heißt auch Wiederholen. Manche Dinge muss ein Mensch Jahre lang stetig wiederholen, um in einem Bereich wie z. B. Musik, Sport oder Rechnen richtig gut zu werden. Das Spiel hilft uns, die nötige Freude an der Wiederholung zu haben. Ohne die Motivation des Spiels wäre das eine einzige Quälerei.

Im Spiel nehmen Kinder das Misslingen hin, als wüssten sie schon im Voraus, dass das Beherrschen einer Fertigkeit Arbeit voraussetzt. Im Spiel lernen Kinder ihre Emotionen zu kontrollieren und Frustrationen hinzunehmen. Mit jedem Scheitern lernen sie intuitiv, wie sie es besser machen können und somit auch jene Regeln, die ein Gelingen ermöglichen.

 

 

Zitat von Astrid Lindgren:

Kinder sollen mehr spielen, als viele es heutzutage tun. Denn wenn man genug spielt, solange man klein ist, dann trägt man Schätze mit sich herum, aus denen man später ein ganzes Leben lang schöpfen kann. Dann weiß man, was es heißt, in sich eine warme Welt zu haben, die einem Kraft gibt, wenn das Leben schwer wird.

Was auch geschieht, was man auch erlebt, man hat diese Welt in seinem Inneren, an die man sich halten kann.“

 

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